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VERSIONSSTILLSTAND ODER IMMER UP TO DATE?

In der letzten READ:IT berichteten wir über fragwürdige Microsoft-Angebote einiger Gebrauchtsoftware-Händler. Es gibt aber durchaus seriöse Anbieter von Gebrauchtsoftware. Wir erklären, was bei diesen Angeboten zu beachten ist und wann sie sich wirklich lohnen.

Lässt man die im letzten Artikel erwähnten schwarzen Schafe außer Acht, gibt es eine Vielzahl seriöser Anbieter von gebrauchten Microsoft-Lizenzen. Diese bieten zurzeit auch aktuellste Editionen in hohen Stückzahlen für einen Bruchteil des Neupreises an. Wer grundsätzlich Lizenzen kaufen und nicht mieten will, findet Angebote, bei denen der Kauf einer neuen Lizenz nicht lohnt. Muss es nicht die aktuellste Version sein, zahlt man für gebrauchte Editionsvorgänger sogar nur rund ein Drittel des Preises einer Neulizenz.

Grundsätzliches zu gebrauchten Microsoft-Lizenzen

Aus dem Gerichtsurteil im Fall UsedSoft gegen Oracle geht hervor, dass gebrauchte Lizenzen grundsätzlich weiterverkauft werden dürfen. Dies gilt ausschließlich für unbefristete Lizenzen, die wie im Falle von Microsoft, ursprünglich im Gebiet der EU oder eines anderen Vertragsstaates des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) in den Verkehr gebracht wurden. Ein weiteres Urteil hat klargestellt, dass anstelle des kompletten Volumenlizenzvertrags auch einzelne Lizenzen daraus weiterverkauft werden dürfen. Die Beweispflicht für den Erwerb des Nutzungsrechts liegt beim Käufer. Alle Kopien der Vorerwerber müssen zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs unbrauchbar gemacht  worden sein.

Worauf muss ich beim Erwerb von Gebrauchtlizenzen achten?

Die alles entscheidende Frage ist, ob die erworbenen Lizenzen einem möglichen Audit standhalten. Kunden, die Folgendes beachten, sollten sauber durch eine Prüfung kommen:

  • Kaufen Sie nur bei Händlern, die die Lizenzherkunft bereits beim Kauf lückenlos belegen.
  • Vertragsnummern und Vorbesitzer sollten bekannt sein. Vernichtungserklärungen inkl. originaler Unterschrift vom Erstbesitzer sollten vorliegen; Vorsicht: Testate und TÜV-Siegel stellen keinen ausreichenden Ersatz dar.
  • Microsoft verbietet den Verkauf von reinen Produktkeys nicht, weist jedoch darauf hin, dass diese noch keinen Lizenznachweis darstellen. Oft verbergen sich dahinter Keys aus den Nicht-EULändern, von Edu- oder Government-Lizenzen. Der Lizenzkey ist nur mit Herkunftsnachweis und der vom Erstbesitzer unterzeichneten Vernichtungserklärung auditsicher.
  • Vertrauen Sie keinem Händler, der die geforderten Unterlagen erst im Falle eines möglichen Audits überreichen will.

Warum sind so viele Gebrauchtlizenzen auf dem Markt?


In den letzten zwei Jahren sind viele Unternehmen auf cloudbasierte, flexiblere Lizenzmodelle (CSP)
umgestiegen und haben ihre alten Kauflizenzen versilbert. In der Folge wird der Gebrauchtmarkt aktuell regelrecht überschwemmt.

Warum (gebrauchte) Lizenzen über H&G beziehen?

H&G bietet alle Nutzungsmodelle an – Kauf von neuen und gebrauchten Lizenzen wie auch Abo-Modelle (CSP)- und berät umfassend. In die Beurteilung der Bezugsmodelle fließen neben den Anschaffungskosten auch Punkte wie Administration, Deployment, Softwarepflege und Asset-Management mit ein.


Für das Angebot von gebrauchten Lizenzen arbeitet H&G mit seriösen Wiedervermarktern zusammen. Neben günstigen Preisen sind vor allem auditsichere Lizenzen garantiert. Fällt die Entscheidung zugunsten eines CSP-Projektes aus, können vorhandene Kauflizenzen bei den neuen CSP-Lizenzen angerechnet werden.

Ihr Experte zum Thema:
Klaus Stein
Einkauf
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